29. April 2008

Guerilla Poubelle, MAP et Mashamba à Québec

Voici l'affiche pour vous rappeler du concert de Guerilla Poubelle, MAP et Mashamba à l'AgitéE le mardi, 29 avril à 20h (entrée à partir de 19h):
Comme je n'ai pas trouvé de vidéos de Mashamba (sauf avec un son terrible car pris avec un cellulaire), voici quelques liens pour s'informer et écouter:

27. April 2008

Doku: Spaniens Himmel über Amerika Documentary: Spain's Sky Over America

1937 geht Harry Fisher gemeinsam mit 2800 anderen US-Amerikanern nach Spanien. Dort kämpfen sie in den Internationalen Brigaden, um die Republik gegen den faschistischen General Franco zu verteidigen. In Interviews der Geschichtswerkstatt Oberhausen erzählen Harry und andere Brigadisten in New York über ihr poltisches Leben vor, in und nach der Zeit in Spanien. Hier ist die komplette Dokumentation eingebunden. Sie ist auch in fünf Teilen bei youtube zu finden.
Vor einem Monat habe ich schon eine Doku zum Spanischen BürgerInnenkrieg vorgestellt: Vivir la Utopia - Die Utopie leben.

This documentary about Harry Fisher and other US-American volunteers in the anti-Fascist fight for the Spanish Republic in the late 1930s was done by a German team. So some explanations are in German and there are subtitles but all the interviews are in English.
About a month ago I presented another documentary about the Spanisch Civil War: Vivir la Utopia - Living Utopia.


26. April 2008

Lesetipp: Für eine Bildungsbewegung

Die folgende Rezension von Thomas Wagner, die ich als Arbeiterkind, das trotz unseres höchst selektiven und damit ungerechten Schulsystems studiert, gerne empfehle, ist Teil 8 der jW-Serie Literatur und Engagement.

Bruno Preisendörfer gegen Klassenprivilegien im Schulsystem


Kinder aus Kleine-Leute-Familien werden in deutschen Schulen systematisch benachteiligt und diskriminiert. »Die Institution Schule mildert Diskriminierung nicht, sondern verschärft sie oder bringt sie sogar überhaupt erst hervor, auch wenn diejenigen, die in dieser Institution arbeiten, die besten Absichten und schönsten Illusionen haben.« Daß sich an dieser Situa­tion auch nach dem sagenumwobenen PISA-Schock nichts Grundstürzendes ändern wird, führt Bruno Preisendörfer auf uneingestandene Klassenvorurteile der bürgerlichen Mittel- und Oberschichten zurück. Sie verteidigen den privilegierten Zugang ihres Nachwuchses zum Bildungssystem gegen alle egalitären Öffnungsabsichten und schicken ihre Kinder notfalls auf Privatschulen, um sie von Kindern aus sogenannten bildungsfernen Schichten fernzuhalten. Die bürgerlichen Schichten bestimmen so Theorie und Praxis des Bildungswesens. Diesen Ausgrenzungsdikurs nennt der 1957 bei Aschaffenburg geborene Schriftsteller »Klassismus«: »Gegen rassistische und klassistische Diskriminierung kursieren in der akademischen Linken seit einiger Zeit Theorien der Anerkennung und des Respekts. Sind diese Theorien hilfreich? Ja, für die Helfer« (Le Monde diplomatique, 12/2007).

Die Theorie des Respekts ermögliche ihnen ein gutes Gewissen, ohne daß sie praktisch an den Machtstrukturen rütteln müßten, die dem in seinen Augen grundgesetzwidrigen Bildungssystem zugrunde liegt: Unterschichtskinder würden »wegen ihrer Abstammung, Sprache und Herkunft benachteiligt, die Kinder der Mittel- und Oberschicht wegen ihrer Abstammung, Sprache und Herkunft bevorzugt«.

Preisendörfer weiß, wovon er schreibt. Als Dialekt sprechendes Arbeiterkind vom platten Land erwarb er nur mit viel Glück und auf Umwegen die Hochschulreife und schloß in Berlin sein Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften ab. Bis Ende der 1990er Jahre arbeitete er als Redakteur des ehemals links-alternativen Stadtmagazins Zitty und der Zeitschrift Freibeuter. Er veröffentlichte unter dem ­Pseudonym Bruno Richard und unter seinem eigenen Namen Erzählungen, Krimis und Liebesromane wie »Die Vergeltung« (2007), »Die letzte Zigarette« (2006) und »Desaster« (2002). Seine politologische Studie »Staatsbildung als Königskunst« (2000) geht dem Verhältnis von Ästhetik und Herrschaft im preußischen Absolutismus nach.

Nun hat Preisendörfer eine Streitschrift zur Bildungspolitik vorgelegt, die sich an die breite Öffentlichkeit richtet. Unter dem Titel »Das Bildungsprivileg. Warum Chancengleichheit unerwünscht ist« fragt er nach den gesellschaftlichen Interessen, die einem gerechten Bildungssystem im Wege stehen. »Die Schule ist immer zugleich pädagogische Anstalt und aökonomische Selektionsagentur. Einerseits soll sie jedem eine ­Chance geben, andererseits bedarfsgerecht ausbilden. Das Schönste, was ihr passieren könnte, das Hereinbrechen ganzer Begabungskohorten aus allen Schichten, wäre zugleich ihr größtes Drama. Dem wäre die Schule nicht gewachsen, weil der Markt dem nicht gewachsen ist.« Die fortdauernde Reproduktion von Ungleichheit sei kein Versehen, sondern eine wesentliche Aufgabe des Bildungssystems. »Geringe Herkunft, geringe Bildung: kein Aufstieg. Das Versprechen der ›Chancengleichheit‹ war seit jeher eine Gerechtigkeitslüge.«

Preisendörfer zitiert die wichtigsten Beiträge zur linken Bildungsreform der 1960er und 1970er Jahre und erinnert daran, auf welch hohem Niveau die Bildungsdebatten in der BRD einst geführt worden sind. Er argumentiert mit Verve gegen den grassierenden Bildungskonservatismus und stellt ein nützliches Ideenreservoir für die heutigen Bildungskämpfe bereit. Überzeugend zeigt er, daß keine pädagogische Erneuerung hinreicht, um soziale Benachteiligung wirksam zu bekämpfen.

Leider kommen aber auch seine eigenen Vorschläge zur Beseitigung der Misere nicht über das Postulat einer Bildungsbewegung hinaus. Deren gesellschaftlicher Rahmen wird nicht weiter untersucht, die Systemfrage nicht gestellt. Bildungspolitik erscheint als ein Verteilungskampf zwischen Gruppen um rare Ressourcen. Preisendörfer ist daher versucht, die sozialen Interessen verschiedener benachteiligter Gruppen gegeneinander auszuspielen. Auf der einen Seite will er vorschulische Bildungsmaßnahmen für Kinder aus Arbeiter- und Migrantenfamilien finanziert sehen, auf der anderen Seite auch Studierende aus den Unterschichten als »Vorteilsnehmer« durch die Einführung von Studiengebühren belasten. Mit all dem bleibt er hinter jenen bildungspolitischen Einsichten der 1970er und 1980er Jahren zurück, die in der »Aufhebung der bestehenden Klassengesellschaft« eine »schlichte Konsequenz aus erfahrungswissenschaftlichen Forschungsresultaten« sahen. In Kurt J. Huchs bildungspolitischem Bestseller »Einübung in die Klassengesellschaft« stand geschrieben: Erst wenn »alle Lohnabhängigen ihre gemeinsame Klassenlage erkennen und solidarisch die demokratische Organisation von Produkten und Verwaltung erzwingen« könnten die schichtspezifischen »Sozialisationsprozesse gesprengt werden«.

Bruno Preisendörfer: Das Bildungsprivileg. Warum Chancengleichheit unerwünscht ist. Frankfurt a.M., Eichborn, Frankfurt/Main 2008, 192 S., 16,95 Euro

25. April 2008

Olympics in China - just (not?) like in Germany

Olympics in China? I don't have any problems with that. And the "Free World" shouldn't have either - at least it didn't boycott Nazi Germany in 1936. But it seems as if not everybody taking part in "Free Tibet" rallies has done his or her history reading:

Pic from rally in San Francisco via praxeology.net, first seen here.

Clowns Army Reloaded

Das Bild habe ich mit dem folgenden Bericht der jungen Welt entnommen. Weitere Bilder und einen ausführlicheren Bericht gibt es bei indymedia.

Unter dem Motto »Kranich 2008« haben Bereitschaftspolizisten aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen am Mittwoch auf dem ehemaligen Bundeswehrfliegerhorst in Oldenburg ein »anspruchsvolles Übungsszenario« (Polizei-PR) durchgeführt. Vorbild war unter anderem der Großeinsatz rund um den G-8-Gipfel in Heiligendamm im vergangenen Juni. »Um einen möglichst großen Lerneffekt zu erzielen, haben wir unsere Erfahrungen der zurückliegenden Jahre genauestens unter die Lupe genommen und in realitätsnahen Übungssequenzen abgebildet«, erklärte dazu der Manöververantwortliche. Und so mußten als Clowns verkleidete Polizisten mit Klobürsten und Deutschlandfahnen (sic!) ihre uniformierten Kollegen säubern.

Naja, das war wohl tatsächlich realitätsnah - zumindest für die Polizei...

24. April 2008

Living Theatre: THE BRIG on tour

I just found out that The Living Theatre is starting it's European tour with the new version of their great play "The Brig" that I saw a year ago in New York next week. The first city is Berlin, the other German city Stuttgart. The other destination will be Italy. So don't miss it, if you are anywhere in Germany or near one of the six Italian cities they are visiting! As an introduction to The Brig I posted two videos earlier this year which you can find here.

In einer Woche beginnt die Tour des Living Theatres aus New York, über das ich bereits mehrfach berichtet habe, mit ihrem großartigen Stück "The Brig" (1963/2007), das ich glücklicherweise vor einem Jahr in New York sehen konnte. Als Einführung dazu habe ich im Februar zwei Videos veröffentlicht, die hier zu finden sind. Falls ihr die Möglichkeit habt, zu einer Show in Berlin oder Stuttgart zu gehen, macht es einfach: Es lohnt sich bestimmt!

Die Tour beginnt in Berlin an der Akademie der Künste (Hanseatenweg), wo The Living vom 30.4. bis 4.5.2008 zu Gast ist.
Über den 1. Mai *zufällig* in Berlin: wie praktisch...


Das Living Theatre und Judith Malina, Mitbegründerin und Leiterin, kehren nach 44 Jahren mit der Europapremiere der Neuinszenierung von „The Brig“ an ihre alte Wirkungsstätte zurück. „The Brig“, das 1964 an der Akademie seine deutsche Erstaufführung erlebte, ist kein übliches Theaterstück, sondern ein Akt der Rebellion, des leidenschaftlichen zivilen Ungehorsams. Der Autor Kenneth H. Brown beschreibt den Tagesablauf in einem amerikanischen Militärgefängnis vom Wecken bis zum Schlafappell: die schonungslose Demonstration brutaler Verhältnisse. 2007 hat das Living Theatre „The Brig“ mit jungen Schauspielern neu aufgenommen und ein fantastisches Echo bei Publikum und Medien in New York erzielt. Die Produktion hat an Brisanz und Aktualität nicht verloren; „The Brig“ trifft den Nerv der von Guantanamo und Abu Ghraib geprägten Zeit und der weltweiten Debatte über die Legitimität militärischen Eingreifens.
In Begleitveranstaltungen reflektieren die Theaterwissenschaftler Erika Fischer-Lichte, Christel Weiler und Henning Rischbieter – zusammen mit Matthias Lilienthal - das politische Theater der 60er Jahre und fragen nach dem Politischen im aktuellen Theater. (Text von adk.de)

Infos für Stuttgart gibt es hier, zur ganzen Tour, inklusive Italien, hier.

22. April 2008

George says Fuck Earth Day

George Carlin's contribution to today's Earth Day: "Saving the Planet".

Manifestons le premier mai 2008 à Québec !

À 18h au coin des rues Nolin et Pruneau (Maison des généraux)

Voici l'appel du PCR à la manifestation du premier mai à Québec:

Faisons ensemble un 1er mai historique


« The revolution won’t be televised » Public Enemy

Les organisateurs du 400e officiel et le Parti Communiste Révolutionnaire ont deux conceptions différentes de l’histoire. D’un côté, la bourgeoisie du 400e présente les événements historiques comme un phénomène passé à observer. De l’autre, les militantEs de Québec ont une conception de l’histoire en mouvement où chacun et chacune est invitéE à transformer le cours des choses. Laquelle vous paraît être la plus juste ?

Le 400e est bien entamé et, on peut se demander quel rôle est donné à la population de Québec. Avec ses spectacles à grand déploiement et ses nombreuses expositions, il semble que le peuple doit, une fois de plus, être confiné au rôle de spectateur. Nous devons, comme l’humoriste Louis-José Houde, regarder passer la parade. Cette façon de fêter l’histoire correspond à l’idéologie et au savoir promus par la classe dominante.

En effet, les sciences capitalistes, qui ne sont pas si objectives qu’on le croit, font du savant un observateur. Que ce soit en chimie, en anthropologie ou en littérature, le bourgeois imagine qu’il est objectif lorsqu’il se place à l’extérieur des phénomènes qu’il étudie. Pourtant, rien n’est plus faux, puisque tout individu participe au système qu’il regarde. Par exemple, le linguiste doit utiliser les codes qu’il analyse pour expliquer ce qu’il comprend. C’est la même chose en politique où ce ne sont pas les têtes dirigeantes qui transforment la société, mais plutôt les luttes des différentes classes en conflit dans cette société. Le capitalisme tente de faire des travailleurs, des travailleuses et de tous les oppriméEs, des observateurs de leur destin.

Toutefois, nous sommes tous et toutes inclus dans le déroulement de l’actualité, qui ne se résume pas aux « nouvelles » de six heure. D’ailleurs, le mot actualité vient du mot actualis qui signifie « mise en action ». Or, out le monde sait que nous n’avons pas besoin d’avoir notre photo dans le journal pour nous « mettre en action ». Cependant, les organisateurs du 400e prennent le pari de nous asseoir devant leurs événements où ils s’occupent d’exercer un monopole du discours historique que nous devons écouter sagement. Heureusement, le fonctionnement réel de la société, à savoir la lutte de classes, a tôt fait de remettre les pendules à l’heure.

Des initiatives populaires voient le jour un peu partout, appelant les gens à être des acteurs du changement et non des observateurs du spectacle. C’est dans cet esprit que le PCR a fait un événement nommé le « 400e du peuple » avec l’aide des Premières nations, dans lequel on encourageait le débat avec les différents participantEs. Nous avons continué à travailler dans cette optique en appuyant la marche du 28 mars, organisée par la NEFAC, qui commémore les émeutes contre la conscription de 1918. Cette manifestation nous rappelle le courage de la population de la ville qui s’est battue contre la volonté guerrière des gouvernements de l’époque. Or, considérer l’histoire en mouvement nous permet d’analyser le situation présente. Les gens de Québec font encore face à des parlements guerriers et doivent encore combattre contre la propagande de l’armée capitaliste.

Une autre initiative populaire est la mise sur pied de la coalition « l’Autre 400e », qui répond aux festivités officielles en adoptant un point de vue critique par rapport à l’histoire. Dès la préface de son livre Le Capital, Karl Marx appelait ses lecteurs à penser par eux-mêmes. La critique est une arme puissante lorsqu’il s’agit d’analyser l’histoire. Les initiatives en opposition à l’histoire bourgeoise vont se multiplier pour offrir à la classe ouvrière une alternative au rôle d’observateur.

Les syndiquéEs du Journal de Québec contribuent à ce changement de paradigme en produisant eux-mêmes un journal distribué gratuitement à la population de Québec, le MédiaMatin. Pour la première fois dans l’histoire de la ville, un quotidien est mis sur pied par des travailleurs et travailleuses pour la population sans l’intermédiaire d’une entreprise. Les groupes populaires, les syndicats ainsi que les organisations révolutionnaires, vont inviter les gens à agir concrètement pour contrer le discours dominant.

Le Parti Communiste Révolutionnaire participe à ce mouvement en proposant un événement historique : une marche pour la fête internationale des travailleurs et travailleuses le 1er mai à Québec. Cet événement ne sera pas historique parce que nous le décidons ou parce que l’on se considère important. Il aura une portée dans l’histoire de la ville en brisant près de 25 ans d’inaction. En effet, les manifestations en hommage aux luttes des travailleurs et des travailleuses sont une tradition établie dans la plupart des grandes villes du monde. Au Québec, des villes comme Montréal, Sherbrooke et même Verreault ont eu leur manifestation l’an passé, alors que notre ville se dotait d’une déprimante cabane à sucre. Les derniers drapeaux rouges à avoir flotté à Québec remonte au début des années 1980 à l’époque où En Lutte organisait les marches. Il est temps de faire l’histoire à nouveau et de mettre fin à notre apathie.

Il ne s’agit plus de regarder l’histoire se dérouler, mais d’y participer.

Manifestons le 1er mai 2008 à 18h au coin des rues Nolin et Pruneau
(Maison des généraux)

Navette à 17h à partir du coin de rue Langelier et Charest.

Texte du PCR (Parti Communiste Révolutionnaire) Québec.
Une initiative du PCR appuyée par l’Autre 400ième.

21. April 2008

No Nation Mixtape

Ich hab vor kurzem das HipHop & Drum 'n' Bass Mixtape "No Nation" entdeckt und find es nicht schlecht, obwohl ich ja nicht so der Hip Hop-Fan bin. Pluspunkt aus meiner Sicht ist natürlich der politische Gehalt, auch wenn das nicht immer dem Flow gut tut. Bevor ich aber noch ne dilletantische CD-Rezension loslasse, anstatt weiter an meiner letzten Hausarbeit zu arbeiten, hier die beteiligten KünstlerInnen: Schlagzeiln, Albino, MC Madcap, Scary, Independenzia, Bumber, Microphone Mafia.

Hier der Link zum kostenlosen CD-Download (80 MB, inklusive Cover).

The artwork refers to the Anti-Flag song "No Borders, No Nations"

20. April 2008

Lancement de L’Autre 400e

La soirée de lancement sera l’occasion de présenter les principes de la convergence, les différentes actions proposées actuellement dans le cadre de L’Autre 400e de Québec et les différents volets de la convergence.
Venez passer la soirée avec les groupes et les personnes qui font partie de la convergence, échangez des idées et des propositions d’actions. Ambiance musicale et militante au pub L’Échouerie.
Pour plus d'informations sur les objectifs, la structure ou le manifeste visitez ce site.
Vous y trouverez aussi l'appel du Parti Communiste Révolutionnaire de Québec pour la manifestation du premier mai 2008 à Québec que je vais encore publier sur ce blogue.


Soirée de lancement de L’Autre 400e
le 24 Avril dès 19h30 au pub L’Échouerie

George Carlin on Euphemisms

For the first time this year I want to present you a clip of George Carlin. It's from the last part of the 1990 HBO Special in which he is talking about language as usual, but about euphemisms in particular. Language always gives you away... example from George: "If crime fighters fight crime and fire fighters fight fire, what do freedom fighters fight?"
If you want to see the complete show, you find it streamed here. Fear of aging and death is cut off in the clip, but you find it at 55:50 in the full version on googlevideo.
Since it took me much too long to put on some stuff of probably the greatest stand up comedian of all time, I will try to change that from now on and continue my series about him I started in July 2007. It will be a mix of short clips and HBO Specials (There are 14 of them and so far I just published the one from 2001: Complaints & Grievances).

19. April 2008

Pour un premier mai anticapitaliste

Le capitalisme est notre misère! Manifestons notre colère!

Manifestation le jeudi 1er mai 2008, journée internationale des travailleurs, des travailleuses et des oppriméEs du monde entier: Départ de la manifestation à 18h30 au coin des rues Ontario et Valois (Montréal)

Après 25 d'inaction, une manifestation du premier mai à Québec est organisée par la cellule Jiang Qing du Parti Communiste Révolutionnaire et L'autre 400e! Je vais vous en donner plus d'informations très bientôt.

Voici le text du tract pour la manif à Montréal:

"Partout à travers le monde, le 1er mai, les travailleurs, les travailleuses, les sans-emploi et les oppriméEs manifestent contre la misère, la pauvreté et les injustices. On manifeste contre le capitalisme et en souvenir d'une grève ouvrière sévèrement réprimée à Chicago en 1886. Faisons de même ici à Montréal. Le monde peut et doit être meilleur, si on met fin au capitalisme!

Le capitalisme est un système social et économique basé sur l'obtention d'un maximum de profits dans le plus court laps de temps possible, de plus en plus de profits et de plus en plus vite. Pour cela, on est prêt à n'importe quoi! Mais inévitablement, quelqu'un doit payer. Les penseurs de la droite, les porte-parole de ceux qui profitent de ce système nous répètent sans cesse qu'il s'agit du « moins pire système », qu'il ne faut pas crier au loup, que les choses se sont améliorées depuis 100 ans, etc. Oui, tout cela est vrai... pour eux, une petite minorité! Ce sont ces mêmes gens qui nous reprochent de ne pas assez travailler, qui nous demandent de nous serrer la ceinture, qui veulent tout privatiser et couper les programmes sociaux, qui nous jettent à la rue quand ils n'ont plus besoin de nous, et qui nous répriment quand on ose défendre nos droits.

Le capitalisme à visage humain n'existe pas. On ne peut pas réparer les pots cassés du capitalisme par le capitalisme... Pour réparer le gâchis, il faut changer de recette.

Nous produisons suffisamment de nourriture pour faire vivre convenablement plus de 10 milliards de personnes. Mais selon l'ONU, 2 des 6,7 milliards d'êtres humains souffrent de carences alimentaires...
Au lieu de lutter contre leur désespoir, on leur montre la pointe du fusil.

Le capitalisme, c'est la guerre. Les dépenses militaires mondiales annuelles ont augmenté de 37% entre 1997 et 2006, pour passer à 1 204 milliards $ (selon l'Institut international de recherche pour la paix de Stockholm). En comparaison, la dette extérieure totale de tous les pays du sud est de 1 100 milliards $. Les peuples souffrent de ces crimes commis par l'impérialisme. Ici même au Canada, les peuples autochtones sont victimes du génocide engendré par les politiques de l'État colonialiste canadien.

Pourquoi une telle folie? Quand cela va-t-il arrêter? Est-ce utopique que de vouloir mettre fin au rouleau compresseur du capitalisme? Les rêveurs sont plutôt ceux et celles qui se font croire que ça peut durer encore longtemps...

Les quelques centaines de millions de personnes qui forment la « classe moyenne » en Occident jouissent d'un relatif confort, mais au prix d'une aliénation extraordinaire de leur vie. Les autres, la grande majorité des habitantEs de la planète, souffrent... Ici à Montréal, le quotidien de dizaines de milliers de personnes est un véritable calvaire. Nous ne sommes pas dans une société où chacunE pourrait trouver réponse à ses besoins... et encore moins à ses rêves. Nous sommes dans une société où la grande majorité de la population est au service d'une petite minorité. C'est ça le capitalisme!

Toutes les différences de langues, de couleurs, de religions sont prétextes à justifier les divisions, créer des tensions, ériger des frontières. Les femmes sont toujours victimes d'une oppression spécifique qu'on appelle le patriarcat. Dans le Sud, les enfants travaillent et vont à la guerre. Ce ne doit pas être ça la vie!

Dans sa quête de profit sans fin, l'économie capitaliste pille comme jamais les ressources de la planète. Nous la blessons plus vite qu'elle ne peut se guérir... Un consensus scientifique nous met en garde contre les effets dévastateurs de la destruction de l'environnement.
On peut jouer à l'autruche, mais notre petite planète en a plein le dos de notre mode de vie. On joue avec le feu! Les pauvres, inévitablement, vont en payer le prix. La crise de l'environnement va créer la rareté, de vastes pénuries et justifier de nouvelles guerres...
Pourtant, l'extraordinaire développement de la technologie et des connaissances dans tous les domaines pourrait éviter ces gâchis.

La solidarité humaine commande que nous changions complètement notre mode de vie, que nous cessions de baser la vie sur le profit, sur l'individualisme-culte, sur la consommation à tout prix. Nous en avons assez de cela, de la misère, de la pauvreté, des injustices et de la discrimination. C'est possible de changer le monde, il n'en tient qu'à nous!

Il faut se révolter contre ce système. Il faut descendre dans la rue, s'unir, s'organiser et faire en sorte que le monde change, que la vie soit meilleure! Révolution, seule solution! C'est pour cela que nous manifesterons le 1er mai. Parlez-en aux personnes autour de vous!"

La manifestation pourrait ressembler à ça...
photo trouvée sur indymedia

18. April 2008

Ketzerischer Konformismus

In meinen Beitrag Goetz Aly, der Kalte Krieger vom 1.2.2008 bin ich bereits kurz auf Götz Alys neues Buch eingegangen. Diese Woche ist nun eine lesenswerte Auseinandersetzung mit Alys Thesen von Guido Speckmann mit Schwerpunkt auf der vom Autor bemühten Totalitarismustheorie in der jungen Welt erschienen, die ich hier leicht gekürzt dokumentiere.

In der Tradition der Totalitarismustheorie:
Götz Aly setzt die Nazi- mit der 68er-Bewegung gleich

Bereits vor 13 Jahren schrieb Oskar Negt »im Zorn und gegen das Vergessen« über die sich selbst als »1968er« bezeichnenden Intellektuellen. Sein Zorn richtete sich gegen sie, weil sie nunmehr meinten, alles abwerten zu können, wofür sie sich einst haben schlagen lassen. Für Negt ließ das nur einen Schluß zu: »Der Opportunismus ist die eigentliche Geisteskrankheit der Intellektuellen.« Und weiter: »Wo diese ihren Eigensinn, die bohrende und widerständige Kraft ihrer Entwurfsphantasien einbüßen, werden sie zu abrufbaren Legtima­tionsproduzenten mit beschleunigten Häutungen, und am Ende bleibt nur die Haut übrig, die man selbst zu Markte tragen muß.«

Welche Worte hätte er wohl gefunden, um die neueste publizistische Intervention desjenigen zu beschreiben, der das Haut-zum-Markte-Tragen seit einigen Jahren beherrscht wie kein zweiter? Nämlich Götz Aly, der einstige 68er- und Rote Hilfe-Aktivist, das Berufsverbotsopfer und der heute bekannte Historiker. Vor wenigen Wochen ist sein Buch »Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück« erschienen, in dem er eine Parallelisierung von 68er- und Nazi-Bewegung konstruiert. Vorab durfte Aly seine Thesen in der einstigen linksliberalen Frankfurter Rundschau (FR) vom 30. Januar vorstellen. Darüber hinaus brachte das Onlinemagazin Perlentaucher einen vierteiligen Vorabdruck aus Alys Machwerk. – Das Jubiläumsjahr 2008 ist noch jung, doch bereits jetzt steht es im Zeichen von Alys Interpretation von 1968.

Alys zentrale These ist indes keineswegs neu. Er hatte bereits – allerdings in einer Buchbesprechung zu Wolfgang Kraushaars Buch »Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus« – in der konservativen Welt vom 16. Juli 2005 geschrieben: »Die deutschen Achtundsechziger waren ihren Eltern auf elende Weise ähnlich – vor allem im Antisemitismus.« Ebenfalls ist in der Rezension bereits mit deutlichen Worten formuliert, welchen Seitenwechsel Aly vollzogen hat. Er verortet sich ex post auf seiten des von ihm damals noch bekämpften repressiven Staates und legitimiert die konservativen Zeitungskampagnen, die nicht davor zurückschreckten, ähnliche Analogien herzustellen (Dutschke in Hitlerpose etc.) wie heute Aly: »Wenn es langfristig überhaupt positive Auswirkungen des Achtundsechziger-Protests gegeben haben sollte, dann nur deshalb, weil es den Gegenkräften gelang, diese zutiefst intolerante und antidemokratische Bewegung mit Hilfe der Staatsgewalt und einer entschlossenen Publizistik zu stoppen« (Die Welt v. 16.7.2005).

»Unser Kampf« führt diese Argumentation fort, die im übrigen bereits vor zehn Jahren der CSU-Rechtsaußen Peter Gauweiler vertrat und bereits 1965 der Historiker und Journalist Joachim Fest im Gespräch mit Ulrike Meinhof in ähnlicher Form formulierte. Anhand der Analysen der damaligen Gegner, das Bundeskanzleramt, das Innenministerium und konservative Intellektuelle, wird die 68er-Bewegung – so eine Kernaussage – »als sehr deutscher Spätausläufer des Totalitarismus« interpretiert.

Alys Text in der FR – ganz im Sinne seiner totalitarismustheoretischen Gleichsetzung von Nazi- und 68er-Bewegung symbolisch am Tag der Machtübertragung an Hitler unter der Überschrift »Die Väter der 68er« publiziert – faßt die angeblichen Parallelen zusammen, die zwischen den »politischen Sturm- und Drangjahren« der »tatendurstigen Gefolgsleute der NSDAP« und ihren Töchtern und Söhnen der 68er-Bewegung bestünden.

Aly eröffnet sich folgende Analogie: Beide sahen sich selbst als »Bewegung« an, die das »System« der Republik als für historisch überholt erachteten und infolgedessen die Macht im Staat ergreifen wollten. Das ist nicht ganz falsch, allerdings ist mit einer negativen Abgrenzung von etwas noch gar nichts über das positiv angestrebte Ziel ausgesagt. Es macht schon einen Unterschied, die Republik durch ein rassistisch-antisemitisches, auf Eroberungskrieg und Holocaust drängendes Regime oder etwa durch eine Rätedemokratie ersetzen zu wollen. Und worin besteht der Aussagewert, daß es beiden Bewegungen um die Macht gegangen sei? Worin geht es in der Politik sonst? Mit diesem Argument könnte man auch die SPD oder die CDU mit der Nazibewegung vergleichen.

Des weiteren macht Aly eine generationenspezifische antibürgerliche Haltung aus, die sowohl die Mehrheit der 33er- als auch den 68er-Studierenden zu eigen gewesen sei. So hätten beide Studentenbewegungen – Aly stützt sich häufig auf NS-Studierende, nicht immer auf die Nazibewegung im allgemeinen – »gegen den Muff von tausend Jahren« protestiert und dabei die Konfrontation mit der Staatsgewalt gesucht. Erneut ist damit noch gar nichts über die gesellschaftlichen Ziele oder über die Motivation ausgesagt, aus der heraus die politischen Kämpfe aufgenommen wurden. Die Demokratisierung der Hochschulen oder die Errichtung rassekundlicher Lehrstühle einzufordern, macht einen nicht ganz unerheblichen Unterschied.

Götz Aly schreibt selbst von »Ähnlichkeiten in den politischen Ausdrucksformen«, nicht also von Ähnlichkeiten den politischen Inhalt betreffend. Doch eine inhaltliche Bestimmung der bislang referierten formalen Parallelen führt Aly schließlich ins Feld. Und zwar mit Rekurs auf das ehemalige NSDAP-Mitglied und Mitarbeiter im Goebbelschen Propagandaministerium, den späteren Bundeskanzler der Großen Koalition von 1966 bis 1969 Kurt Georg Kiesinger: »An die Stelle des extrem schuldbehafteten Nationalismus der Eltern setzten sie den Internationalismus.« Ebenso gut könnte man aber, wie im Freitag (8.2.2008) zu lesen war, eine Parallele zwischen einem Mordkommando und einem Krankenwagen ziehen. Beide haben es nämlich mit dem Verhältnis von Leben und Tod zu tun, wenn auch in umgekehrter Richtung. Wenn man Alys Argument konsequent zu Ende denkt, läuft es darauf hinaus, die angeblich »rassische« und wirtschaftliche Überlegenheit einer Nation inklusive der in ihr potentiell angelegten kriegerischen Aggressionsbereitschaft mit dem gerade als Konsequenz aus eben jenem Nationalismus entstandenen Internationalismus gleichzusetzen, der die Überwindung von Chauvinismus und internationalen Ausbeutungsstrukturen anstrebte.
(...)
Konsequenterweise läßt sich Aly nicht über die gänzlich verschiedenen historisch-konkreten Kontexte aus. So darüber, daß die Nazibewegung allein durch ein Bündnis mit den traditionellen Eliten aus Konservatismus, Beamtentum, Reichswehr und Kapital in die Lage versetzt wurde, die Macht im Staat zu übernehmen und zu behaupten, während die 68er-Bewegung von den traditionellen Eliten bekämpft wurde. Bis in die Wortwahl ist bei Aly die Machtübertragung an Hitler aus seinem historischen Zusammenhang gelöst. So etwa, wenn er schreibt, die »Möglichkeit zur Machtübernahme war der NSDAP im Frühjahr 1933 (…) zugefallen«. Alys Argumentation folgend, ist es dann wohl reiner Zufall, daß der 68er-Bewegung die Macht nicht zugefallen ist.

Insgesamt gesehen handelt es sich bei Alys Thesen um eine typische totalitarismustheoretische Argumentationsweise. Deren grundlegender Mangel ist es, lediglich auf der formalen Ebene zu argumentieren. Es wird von jedem Inhalt abstrahiert, und so werden scheinbare Ähnlichkeiten der Herrschaftsausübung oder einer Bewegung entdeckt. Aussagen über die Ziele oder den historischen Gesamtzusammenhang werden indessen nicht getroffen. Wenige Gesichtspunkte, wie Form und Mittel, werden um so stärker hervorgehoben, um andere Facetten wie Inhalt, Zweck und Intention völlig zu vernachlässigen. Das Niveau wissenschaftlicher Analyse und Erklärung wird somit nicht erreicht, da die Aufgabe von Wissenschaft die Erklärung von Kausalbeziehungen und historischen Prozessen sein sollte. Ein Blick in die Geschichte der Totalitarismustheorie zeigt zudem, daß ihre Verbreitung in erster Linie auf ihre politische Instrumentalisierung als antikommunistische Waffe im Zeitalter der Systemauseinandersetzung und weniger auf wissenschaftlichen Fortschritten beruht. Standen sich Kapitalismus und Sozialismus feindlich gegenüber, so hatte die Totalitarismustheorie Hochkonjunktur. Als aber die Sowjetunion gemeinsam mit den USA gegen Nazideutschland Krieg führte, verschwand sie nahezu vollständig. Ähnlich war es in der Entspannungsphase des Kalten Krieges.
(...)
Zurück zu Aly und den anderen Renegaten: Ihre spezifische Funktion besteht darin, daß sie unter den neuen Rahmenbedingungen einen weitaus bedeutenderen Beitrag für die Durchsetzung des »stillen Siegs eines Begriffes« leisten als die herkömmlichen konservativen Intellektuellen. Denn nichts ist für eine Theorie überzeugender, als wenn sich ehemalige (linke) Kritiker zu ihr bekennen. Aly und Co. fungieren somit als Kronzeugen gegen die Linke. Es bleibt die Frage, die ein rechter Publizist mit Bezug auf die Häutungen des Grünen-Politikers Joseph Fischer in folgende Worte faßte: »Weshalb (wird) plötzlich als neue Einsicht verkündet, was wir ›Rechten‹ schon immer wußten. (...) Was sollen wir eigentlich von der Urteilsfähigkeit eines Politikers halten, dessen bisherige Analysen alle falsch waren und der dem verdutzten Publikum nunmehr die Positionen des politischen Gegners als neueste Einsichten anpreist?«

Für die Linke stellen sich infolgedessen mehrere Herausforderungen: Zum einen gilt es, die zeitgeschichtlichen Symptome einer geistig-moralischen Wende, die bereits seit Anfang der 1980er Jahre immer stärker auf eine politische Neuorientierung nach rechts drängt, ideologiekritisch zu hinterfragen. Des weiteren ist die Struktur, in der sich solche Entwicklungen vom übereifrigen Revolutionär zum Renegaten immer wieder vollziehen, zu analysieren. Überdies stellt sich die Aufgabe – in Abgrenzung zur traditionellen Vorgehensweise der Diskreditierung des Renegaten als Verräter – sich mit seiner Autokritik ernsthaft auseinander zusetzen. Und vor allem schließlich muß durch eine Beschäftigung mit der Geschichte herausgearbeitet werden, welches grenzüberschreitende Denken, welche vorerst gescheiterte Utopie die Akteure von damals antrieb. Mit Walter Benjamin geht es darum, die Vorstellung eines wie auch immer verschütteten, entstellten und revolutionären Moments wachzuhalten, an dem gerade im Bewußtsein des Scheiterns aller Utopien und einer ständigen Antastbarkeit der Würde des Menschen festzuhalten ist. Anderenfalls droht das, was bereits Theodor W. Adorno als drückende Hypothek empfand, und was Oskar Negt in seiner Auseinandersetzung mit den 68er-Renegaten als äußerst bedrohlich empfand: eine Menschheit ohne gesellschaftliche Erinnerungsfähigkeit, die eben ohne Aufbewahrung ihrer – wenn auch historisch gescheiterten – Befreiungsversuche nur schwerlich einen neuen Weg wird beschreiten können.

17. April 2008

La bourse ou la vie

Comme promis je vais présenter les groupes qui joueront avec Guerilla Poubelle à l'AgitéE le 29 avril à ceux et cellles qui les connaissent pas encore. Je commence avec MAP - Mort aux Pourris. Voici leur clip "La bourse ou la vie" sur l'abus de l'environnement par l'Homme. Voir les paroles en bas.



200 ans de destruction/ Au seul profit/ De notre économie/ Un suicide par suffocation/ L'avenir chaque jour/ Qui s'atrophie

On les voit chaque jours/ À six heures/ Les symptômes/ Que la planète se meurt/ Sans jamais trop se sentir visé/ Ces choses-là/ Ça se passe à la TV

Tu m'achète ton eau/ Moi c'que j'te vends C'est d'l'air/ Tu m'paies même/ Pour un coin de terre/ J'm'enrichis sur ton dos/ Au nom d'votre bonheur/ J'exploiterai vos vies/ J'obtiendrai c'que j'veux/ De vous.../ C'est la bourse ou la vie!

50 ans de surconsommation/ À violer mère nature/ On en a fait une religion/ Complot pour meutre/ Ancré dans l'ignorance/ Coupables de notre culture/ Victimes de notre silence

Tu le regarde chaque jour/ À six heures/ Le show des news Commanditées/ Farci de pubs/ Pleines de saveur/ Mais ça, ça se passe Juste à la TV

Refrain

L'environnement de tous/ Pillé par quelque-uns/ Les pieds au bord du gouffre/ Nous on lêve haut le poing !

Refrain x 2

Frankfurter Rundschau plant Tarifflucht

In der heutigen jungen Welt musste ich leider folgenden Artikel über die Zeitung, die mich jahrelang täglich begleitet, informiert und für politische Sachverhalte sensibilisiert hat, lesen. Es geht weiter (aus Sicht der Beschäftigen: steil) bergab mit dem einstigen linksliberalen Vorzeigeblatt.

Frankfurter Rundschau plant Tarifflucht: Traditionszeitung will Unternehmensteile ausgliedern und Beschäftigte entlassen

Von Ralf Wurzbacher
Bei den Mitarbeitern der Frankfurter Rundschau (FR) geht die Angst um. »Wir haben die große Befürchtung, daß das erst der Anfang einer umfassenden Umstrukturierung ist«, meint Betriebsratschefin Ingrid Eckert. Anlaß ihrer Sorge sind die vergangene Woche von der FR-Geschäftsführung angekündigten Pläne, einzelne Betriebssegmente des Zeitungshauses in eine Dienstleistungstochter auszugliedern. Offiziell soll so eine »bessere Nutzung von Synergien« mit dem Mehrheitseigner M. DuMont Schauberg (MDS) erzielt werden. Tatsächlich geht es der Konzernleitung wohl darum, sich langjährig Beschäftigter zu entledigen und tarifvertragliche Regelungen zu unterlaufen.
Ab Juli sollen die Bereiche Grafik, Layout, Bild, technische Redaktion und Produktionssteuerung in einer selbständigen Einheit namens »FR-Design GmbH« zusammengefaßt werden. Nach Angaben Eckerts wären davon vorerst 35 Mitarbeiter betroffen. Diese würden künftig nicht länger nur im Dienst der FR stehen, sondern müßten ihre Leistungen auch anderen im Besitz des MDS-Verlagshauses befindlichen Titeln anbieten. Dazu zählen neben dem Kölner Stadtanzeiger, der Kölnischen Rundschau unter anderem die Mitteldeutsche Zeitung. Das Sagen bei der FR hat DuMont Schauberg seit Mitte 2006 durch den Erwerb von 50 Prozent der Anteile und einer Aktie. Den aktuell von MDS angestrebten »Synergiegewinnen« werden zunächst wohl 16 Beschäftigte zum Opfer fallen. Das Finanz- und das Rechnungswesen der FR sollen dichtgemacht und deren Aufgaben zum 1. Juli in Köln wahrgenommen werden.
Die FR-Beschäftigten wollen dem Treiben indes nicht tatenlos zusehen. »Wir versuchen alles zu verhindern, was zu verhindern geht«, kündigte Betriebsratsvorsitzende Eckert am Mittwoch im Gespräch mit junge Welt an. Die von der Geschäftsleitung beschworenen »zukunftsorientierten Strukturen bedeuten nichts anderes als Tarifflucht durch Abspaltung und weiteren Arbeitsplatzabbau«. Damit hat man bei der FR bereits leidvolle Erfahrungen gemacht: Seit 2001 ist die Belegschaft von damals 1650 auf heute 600 Mitarbeiter geschrumpft. Im Rahmen mehrerer Haustarifverträge sei auf tarifliche Leistungen im Gegenwert von 40 Millionen Euro »verzichtet« worden, so Eckart.

16. April 2008

Zur Lebensmittelkrise

Ergänzend zum letzten Beitrag möchte ich zunächst eine interessante Seite der BBC mit aufschlussreichen Grafiken empfehlen. Ausgewählt habe ich die für mich wichtigste, nämlich die folgende Weltkarte, die die fatalen Auswirkungen vor allem auf Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika (außer Argentinien, Paraguay und Brasilien) darstellt. In der Übersicht werden die Auswirkungen der steigenden Nahrungsmittelpreise auf die Handelsbilanzen gezeigt: die ökonomischen Gewinner sind blau, die Verlierer rot markiert.


Des weiteren widmet sich die Ausgabe der jungen Welt vom 17.4. dem Thema auf der Titelseite und im Gastkommentar schreibt Pia Eberhardt von Attac über Ernährungssouveränität.

Im Folgenden dokumentiere ich den jW-Titel Hungersnot mit Ansage.

Die globale Nahrungsmittelkrise ist offenbar schlimmer als befürchtet. Allein im laufenden Jahr benötige das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen zusätzlich 1,4 Milliarden US-Dollar. In Somalia, dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Afghanistan, Simbabwe, auf den Philippinen und in Haiti sei die Bevölkerung besonders stark vom Hunger betroffen, betonte WFP-Regionalkoordinator Gemmo Lodesani am Mittwoch in der französischen Zeitung Le Parisien. Er erwartet weitere Hungerrevolten infolge der weltweit steigenden Lebensmittelpreise.
Der Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich, beklagte »das Fehlen einer konsequenten Strategie bei der Hungerbekämpfung und eine verantwortungslose Handelspolitik« als Ursache der nun plötzlich von IWF und Weltbank entdeckten Hungerkatastrophe. Diese reichten »von den Handelshemmnissen für die Länder der Dritten Welt über Exportsubventionen für die Agrarprodukte der Industrieländer bis hin zur Vernichtung von Nahrungsmitteln durch Biogasproduktion im großen Stil, so der ­CARE-Regionalchef anläßlich einer am Mittwoch in Bonn begonnenen Konferenz der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO).
Scharrenbroich verwies zudem auf fragwürdige Praktiken bei der »Hilfe« gegen Hunger. Auch das WFP sei ein Mitverursacher der Krise, weil – nicht zuletzt in Afrika – viele bäuerliche Existenzen durch Anlieferung von Getreide aus den USA zerstört worden seien. »Wenn jetzt das WFP viele Menschen vor dem Hungertod retten soll, muß man genau hinsehen, welche Art von Hilfe gerade die USA dem WFP anbieten. Sachhilfe in Form von Getreide darf nur noch dann akzeptiert werden, wenn dieses in den betroffenen Regionen nicht gekauft werden kann«, forderte Scharrenbroich.
Ähnlich äußerte sich Johann Bergmann vom globalen bäuerlichen Netzwerk La Via Campesina gegenüber jW. »Durch internationale Verträge werden Länder des Südens gezwungen, cash crops, also schnell verkäufliche und profitable Nutzpflanzen, für den Export anzubauen.« In der Konsequenz würden Kleinbauern von ihrem Land vertrieben, Regenwald werde abgeholzt. Hinzu käme, daß »durch Exportsubventionen für Fleisch und Milchpulver aus der EU« diese Produkte in Afrika »weit unter den dortigen Herstellungskosten verkauft« werden. »Die Folge: Bäuerliche Existenzen werden zerstört, Menschen verlassen ihr Land in Richtung der Slums von Großstädten oder versuchen unter lebensbedrohlichen Bedingungen, die EU-Grenzen zu überwinden.«
La Via Campesina hat den 17. April zum »Tag des Widerstands und der Aktion gegen alle Formen von Unterdrückung der ländlichen Bevölkerung« erklärt. Mit zahlreichen Aktionen weltweit wollen die Mitglieder des Netzwerkes für »Ernährungssouveränität« werben.

Update am 17.4. um 12:30:
Die WOZ aus Zürich schreibt heute "Sandkastenliberale üben Schadensbegrenzung. Weltbank und IWF wollen ein Problem lösen, das sie mitverursacht haben. Und das sie nicht verstehen." Titel und Untertitel des Artikels über die Mitverantwortung von IWF und Welbank an der Hungerkrise fassen diesen sehr gut zusammen.

Attac zur Lebensmittelkrise

Durch die teils gewaltsamen Proteste ("A hungry man is an angry man") gegen die Explosion der Lebensmittelpreise ist die sich insbesondere in der "Dritten Welt" verschlechternde Ernährungslage sogar in den Fokus der Mainstream-Medien gekommen. Eine kritische Bewertung kann beim Spiegelfechter nachgelesen werden. Die unten stehende tagesschau- Grafik verdeutlicht die rasante Preisentwicklung gerade von Grundnahrungsmitteln der letzten Jahre. Gleichzeitig sind die Fleischpreise relativ schwach gestiegen sind, obwohl der Fleischkonsum Teil des Problems ist: Für ein Kilo Fleisch sind je nach Tier vier bis über zehn Kilo Getreide nötig. Weniger Fleisch essen ist eine konkrete wenn auch sehr begrenzte Möglichkeit für KonsumentInnen des Nordens auf die Krise zu reagieren. Ich möchte hier aber auf die Rolle der internationale Handels-, Agrar- und Klimapolitik eingehen, weshalb ich im Folgenden eine aktuelle Pressemitteilung von Attac Deutschland in Reaktion auf die verlogenen Erklärungen von IWF und Weltbank zur von diesen mit herbeigeführten schwierigen - genauer: tötlichen - Situation dokumentiere.

IWF und Weltbank an Zynismus kaum zu überbieten

Attac fordert Abkehr von neoliberaler Handels- und Agrarpolitik

Mit scharfer Kritik hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf die gemeinsame Erklärung des Internationalen Währungsfonds' IWF und der Weltbank zum Abschluss ihrer Frühjahrstagung reagiert. "Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, wie sich hier zwei Sensenmänner über das gefallene Gras wundern und die gestiegenen Lebensmittelpreise bedauern," sagte Pia Eberhardt vom Attac-Agranetz.
IWF und Weltbank stünden seit Jahrzehnten für eine systematische Vernichtung kleinbäuerlicher Existenzen. So habe der IWF die Entwicklungsländer mit Strukturanpassungsmaßnahmen gezwungen, ihre gesamte Landwirtschaft auf den Export auszurichten und für billige Importe zu öffnen. Großflächige Monokulturen verdrängten den Anbau für den Eigenbedarf sowie lokale Märkte. Billigimporte taten ihr Übriges, um den Landwirten im Süden ihre Existenz zu rauben.
"Einen Sonderpreis für Doppelzüngigkeit verdient Weltbankpräsident Robert Zoellick, wenn er darüber klagt, dass die Lebensmittelpreise wegen des Klimawandels und der damit einhergehenden Dürren steigen", ergänzte Jutta Sundermann vom Attac-Koordinierungskreis. Die Weltbank trage selbst zum Klimachaos bei, indem sie ein gigantisches Kohlekraftwerk in Indien finanziert, das die Atmosphäre mit insgesamt 700 Millionen Tonnen CO2 belasten wird.
Auch für die aktuelle Finanzkrise, die die Lebensmittelkrise noch verschärfe, seien IWF und Weltbank mitverantwortlich. Jutta Sundermann: "Bereits jetzt zeigt sich: Seit sich mit Aktien kein großer Profit mehr machen lässt, spekulieren professionelle Anleger verstärkt mit Agrarrohstoffen. Den Preis zahlen die Armen."
Attac kritisierte zudem die Energiepolitik der Industrieländer. Notwendig sei ein sofortiger Stopp des Agrosprit-Booms und die Abkehr von dem von IWF und Weltbank Jahrzehnte lang forcierten Wirtschaftsmodell, das natürliche Ressourcen rücksichtslos ausbeutet und das Thema Verteilungsgerechtigkeit ausklammert.
Angesichts der drohenden weltweiten Hungerkrise sind die 500 Millionen Dollar, die IWF und Weltbank als Soforthilfe versprochen haben, Attac zufolge höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Statt Sonntagsreden fordern die Globalisierungskritiker eine grundlegende Veränderung der internationalen Handels- und Agrarpolitik. Pia Eberhardt: "Ein Weltmarkt von Lebensmitteln, auf dem nur die Lidls und Nestlés dieser Welt bestehen können, wird niemals die Hungerkrise lösen können. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in Richtung Ernährungssouveränität - und zwar jetzt."

Attac fordert im Einzelnen:
- Der Entwicklung regionaler Märkte in den Ländern des Südens und der Versorgung der heimischen Bevölkerung muss endlich Vorrang eingeräumt werden.
- Es darf keine - auch keine versteckten - Export-Subventionen für landwirtschaftliche Produkte vor allem aus dem EU-Raum und den USA in Länder des Südens mehr geben.
- Internationale Abkommen müssen Entwicklungsländern die Möglichkeit geben, die eigenen Agrarmärkte zu schützen. Attac fordert einen Stopp der Verhandlungen über weit reichende Freihandelsabkommen zwischen der EU und Ländern des Südens.
- Die EU muss sofort von ihrem Ziel abrücken, den Agrosprit-Anteil auf zehn Prozent zu steigern. Subventionen und Förderungen für Agrosprit-Pflanzenanbau müssen verschwinden.
- Den Energieverbrauch zu reduzieren, muss vorrangiges Ziel werden: Die Förderung energiesparender Technologien ist ebenso notwendig wie strenge Begrenzungen für den Spritverbrauch von Kraftfahrtzeugen.

15. April 2008

Guerilla Poubelle au Québec

Comme déjà annoncé en janvier le deuxième tour de Guerilla Poubelle au Québec commencera très bientôt: il ne reste qu'une semaine!
Voici en bas l'affiche avec toutes les dates du tour. Dans quinzes jours les gars de Paris seront ici à Québec: j'ai trop hâte... Dans les jours qui viennent je vais donner plus d'infos sur les deux groupes qui supporteront les punkeurs de Paris (dont j'ai déjà assez parlé) le 29 avril à l'AgitéE: MAP (Mort aux Pourris) et Mashamba. Stay tuned!
Mais vous pouvez déjà écouter pas mal de chansons des trois groupes sur myspace en cliquant sur les liens dans ce message.

Missing Vietnam

The pictures below make me think of my time in Hanoi where I spent almost two weeks at the family of Mai Anh. The traffic that seems to be chaotic (I haven't seen any accidents though) and the efficient utilisation of the means of transportation are just two typical characteristics taht make me want to come back one day to this fascinating land...

Die unteren Bilder erinnern mich an die beiden Wochen, die ich letztes Jahr bei Mai Anh und ihren Eltern in Hanoi (Link zu Blogbeiträgen von der Reise) verbracht habe. Der (scheinbar) chaotische (aber erstaunlich gut funktionierende) Verkehr und die effiziente Art ein Moped oder andere Verkehrsmittel zu nutzen sind unvergleichlich und machen mir Lust, erneut in dieses faszinierende Land zu reisen, an das ich viele schöne Erinnerungen habe...

Les photos en bas me rappelent les quinzes jours que je pouvais rester chez la famille de Mai Anh à Hanoi l'année passée. Le trafic inhabituel et l'utilisation efficace des moyens de transport ne sont que deux traits typique qui me donnent envie de retourner un jour à ce pays fascinant...










13. April 2008

Revolutionärer 1. Mai in Berlin mit Keny Arkana

Nachdem ich in letzter Zeit öfters über Keny Arkana berichtet habe, möchte ich auf einen ihrer nächsten Auftritte hinweisen, und zwar den in Berlin zum Revolutionären Ersten Mai 2008!
Unten könnt ihr ein weiteres Video von Keny Arkana ansehen, diesmal zum Front National, der rechtsradikalen französischen Partei Le Pens. Das Lied geht aber über "einfache" Kritik an Rassismus und Faschismus hinaus und fordert revolutionäre Veränderungen, die laut Keny nicht von Parteien oder anderen etablierten Insitutionen zu erwarten sind, sondern nur von unten, also von uns erkämpft werden müssen. "Le front de la haine" ist somit ein Lied, das sehr gut zum radikalen Antifaschismus des Revolutionären Ersten Mais in Berlin passt.


Revolutionäre 1. Mai-Demo
18 Uhr U-Bhf. Kottbusser Tor Kreuzberg 36
ab 14 Uhr: Beats Against Fascism mit Keny Arkana, Banda Bassotti, Mal Élevé (Irie Révoltés), Red Star Soundsystem u.a.m.


Keny Arkana: Le front de la haine

Der Liedtext auf französisch kann z.B. hier nachgelesen werden.

Ich möchte noch ergänzen, dass dieses Video die Antwort Kenys auf den Missbrauch ihrer Lieder "La Rage" (Video) und "Nettoyage Au Karcher" durch Anhänger des Front National ist, die so Werbung für die französischen Faschisten machen wollten. Die Montage wurde wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl im April 2007 im Internet veröffentlicht. Keny reagierte unverzüglich und stellte obigen Clip (zu deutsch: "Die Hassfront") online. Zu den Vorkommnissen nahm sie offiziell wie folgt Stellung:
„Als Vertreterin einer Revolution von unten erinnere ich daran, dass ich keinen der Kandidaten unterstütze, am allerwenigsten die der Front National und ihre rassistischen, fremdenfeindlichen und hasserfüllten Anhänger. Der Clip ist das genaue Gegenteil der Werte, für die ich immer eingestanden habe. Ich bleibe im Bezug auf diese hinterhältige und skandalöse Verfälschung meiner Musik und meiner Message nicht gleichgültig. Das beweist wieder einmal, dass die Propaganda der Front National auf nichts als Lügen und Verleumdungen beruht. Der Kampf geht weiter, Vive La Résistance!“ (Zitat bei rap.de)

12. April 2008

Chavez "the King" against the Simpsons ?

Eigentlich wollte ich nur das folgende Bild, das ich vor kurzem auf dem Blog American Leftist entdeckt habe, zum Spaß respektive Echauffieren für den einen oder die andere veröffentlichen. Es bezieht sich auf ein Album von Elvis Presley: 50.000.000 Elvis Fans Can't Be Wrong.

Chavez: The King of Rock äh Socialism ???

Dann wollte ich vom kürzlichen Sieg der staatlichen Ölgesellschaft Venezuelas vor einem britischem Gericht (Blogbeitrag basierend auf einem Bericht vom Venezuela Information Centre) berichten. Schließlich hatte ich vor - "inspiriert" von meinem Kurs zu den internationalen Beziehungen Lateinamerikas bei einem ehemaligen französischen Diplomaten, der mit seiner Haltung gegen Chavez und alles andere, was irgendwie zu links sein könnte, nicht hinterm Berg hält - Amerika21, ein Infoportal zu Venezuela und Lateinamerika allgemein und das Blog des SDS in Venezuela zum Nachlesen der mittlerweile beendeten Delegationsreise zu empfehlen.

Nun hat mich aber Henning darauf aufmerksam gemacht, dass Venezuelas Rundfunkbehörde mit der schwammigen Begründung, die Simpsons seien möglicherweise nicht "kindgerecht", gegen die Serie ermittelt. Ich komme also nicht umhin, mich nach einem Kommentar auf Hennings Seite, auch bei mir dazu zu äußern. Ich begleite den politischen Prozess in Venezuela kritisch-solidarisch, aber mit diesem Verfahren beisst sich der Hund selbst in den Schwanz. Die Verantwortlichen haben die Simpsons entweder noch nie gesehen oder haben keinerlei Sinn für Humor und sind geistig minderbemittelt, sonst könnten sie diese Spitzen-Sendung, die ja gerade viele Heilige Kühe in den USA schlachtet und kritische Fragen stellt, nicht sinnlos attackieren.
Hugo: Zwing mich nicht zwischen dir und den Simpsons zu wählen. Da kannst du nur verlieren! ;-)
Aber abgesehen von dieser überflüssigen und dummen Untersuchung ist der wahre Skandal, dass der Privatsender, der die Simpsons bisher ausstrahlte, auf den Beginn eines Verfahrens mit ungenauer Begründung und ungewissem Ausgang mit der Absetzung der grandiosen Serie zugunsten von BAYWATCH (sic!) reagiert hat (nachzulesen bei Telepolis).

P.S. Es sei erwähnt, dass der Beitrag rechtzeitig zum sechsten Jahrestag der Niederschlagung des Militärputsches gegen Chavez erscheint.

11. April 2008

Les tunnels de Laval 3

Voici la troisième partie de la série d'images prises dans les couloirs/tunnels de l'Université Laval.

Hier der dritte Teil der der Fotoserie aus den die Unigebäude verbindenden Tunnel auf dem Campus der Uni Laval.

"Themen der folgenden Werke: Das Ende der Sklaverei von gestern und von heute - Das Ende des Missbrauchs der Umwelt"


"Und sie lebten... ...in Freiheit"

"Alle Menschen sind frei und gleich geboren "

"Frei sein"





Ein Gedicht über Afrika, das durch sein Format den Kontinent formt
(bei Interesse kann ich übersetzen, falls ich Zeit hab)

à suivre - Fortsetzung folgt

10. April 2008

Ungewohnte Verhältnisse in Hessen

Der hessische Landtag hat sich mitterweile zur neuen Legislaturperiode konstituiert und wie erwartet müssen wir Koch noch länger ertragen, wenn auch "nur" als Geschäftsführung. Von Québec bzw. Kanada aus sieht das Ganze aber nicht so verzwickt aus wie für viele in Hessen, denen es vielleicht wie Henning ergeht, mit dem ich mich kürzlich über das Thema ausgetauscht habe. Aus der Nähe scheint die Lage schwierig, wenn nicht aussichtslos, aus linker Sicht vielleicht besonders, wenn mensch einer aktuellen Forsa-Umfrage, die eine schwarz-gelbe Mehrheit bei Neuwahlen suggeriert, Glauben schenkt. Ich beschäftige mich seit Beginn des Semesters intensiv mit dem politischen System Kanadas und Québecs, was mich einerseits vom Verfassen längerer eigener Beiträge abhält, andererseits aber doch ganz schön bereichernd ist. Für Hessen ist aktuell vor allem die hier recht übliche Praxis von Minderheitsregierungen interessant. Auf Bundesebene gibt es seit Januar 2006 eine Minderheitsregierung. Die Kondervative Partei erhielt nur schlappe 124 der insgesamt 308 Sitze im Unterhaus. Premierminister Harper sucht sich für seine Regierung also wechselnde Mehrheiten unter den drei weiteren Parteien, die im Parlament in Ottawa vertreten sind: Liberale, Sozialdemokraten und Bloc Québécois. Hier ist dies absolut nichts Ungewöhnliches, sodass ich aus der Ferne eher das Positive sehe: Hessen könnte zum zweiten Mal Vorreiter werden für andere (westdeutsche) Länder und die Bundesebene, indem es nach der Einbeziehung der Grünen in die erste rot-grüne Landesregierung 1985 wieder einmal politisch innovationsfreudig ist. Als Hoffnungsschimmer sei daran erinnert, dass es nach den Wahlen 1983 zunächst ganz und gar nicht so aussah als könne die später besiegelte Koalition (und zuvor die Tolerierung) zustande kommen. Das bekannte Zitat des SPD-Ministerpräsidenten Holger Börner gegen militante DemonstrantInnen gegen die Startbahn 18 West und somit auch gegen die Grünen aus dem Jahre 1982 spricht Bände: "Ich bedauere, daß es mir mein hohes Staatsamt verbietet, den Kerlen selbst eins auf die Fresse zu hauen. Früher auf dem Bau hat man solche Dinge mit der Dachlatte erledigt.“ (Bunte, zitiert von Wikipedia)

Zur Problematik einer hessischen Minderheitsregierung folgt nun der Auszug aus einem Text von PolitikerInnen der LINKEN, der vor einigen Tagen in der jungen Welt erschienen ist und per Klick online in voller Länge nachzulesen ist: Hessische Verhältnisse.

Für eine rot-grüne Minderheitenregierung ist derzeit keine Mehrheit vorhanden. Das liegt an der SPD. Schwarz-Gelb ohne Mehrheit, Rot-Grün ohne Mehrheit, Die Linke ist das Zünglein an der Waage. Was also tun?

(...) Der Test – wechselnde Mehrheiten. Direkt Neuwahlen anzustreben, traut sich im Moment niemand. Aber eine entpolitisierende Stimmung macht sich breit. Es wird über die Köpfe der Menschen hinweg verhandelt, ihre Probleme sind Verschiebemasse. Das muß vor allem Die Linke verstehen. Sie muß politische Kampagnen anstoßen, gegen Studiengebühren, für Lohnerhöhungen, für die Gemeinschaftsschule, für Mindestlohn und Vermögensabgabe. Im Landtag und noch mehr auf den Straßen und Plätzen, in der Gesellschaft und Öffentlichkeit. Leistet sie das nicht, trifft der Verdruß über die Kungelei auch Die Linke. Keine noch so kluge Taktik kann und darf Politik ersetzen.

Jetzt konstituiert sich der Landtag. Nun muß sich aus dem Landtag heraus das entfalten, was Die Linke mit einer rot-grünen Minderheitenregierung wollte: Die Gewichte sollten weg von den Regierungsbänken hin zum Parlament und vom Parlament hinaus in die Bevölkerung verschoben werden. Jede politische Kraft muß jetzt das, was sie im Parlament will, in der Bevölkerung mehrheitsfähig machen. Für Die Linke eine Chance, für andere ein Zwang. Die amtierende Regierung wird viel blockieren können, gerät damit aber weiter in die Defensive. Linke, SPD und Grüne können testen, was geht und was nicht. Niemand muß sich verbiegen und alle müssen für ihre Vorstellungen kämpfen. Die Wählerinnen und Wähler haben den gängigen Va­rianten, Koalieren oder Tolerieren, eine weitere hinzugefügt: die einer Minderheitsregierung.

9. April 2008

Fuck the Cops

A cop from Miami gives middle finger to those he has sworn to "protect", and and knowing he has impunity tells them to "put it on your website. Fuck you". Here we go :-) . . . FUCK AUTHORITY !


Endlich mal ein Bulle, der sagt, was er denkt...

8. April 2008

Keny Arkana: Ungehorsam

Für alle deutschsprachigen LeserInnen folgen nun einige Infos auf deutsch zum neuen Album "Désobéissance" von Keny Arkana, die ich gestern auf französisch veröffentlicht habe.
Die militante Rapperin, genauer: rappende Aktivistin, aus Marseille behandelt in diesem politischen Themenalbum zivilen Ungehorsam als Mittel im Kampf für eine freie, gerechte und ökologische Welt. Einer der interessantesten Aspekte von Keny Arkana ist ihre Unabhängigkeit gegenüber allen etablierten Institutionen und Organisationen - progressive eingeschlossen - sowie ihre Skepsis gegenüber umfassenden Ideologien. Sie macht also sozusagen "ihr Ding" und das in einer Art und Weise und mit einem Flow, die bzw. der nicht nur stark politisierte Menschen erreicht. Ich wünsche ihr alles Gute und werde spätestens dann wieder über sie schreiben, wenn ich ihr neues Album hier in Kanada bekommen habe.
Hier noch einmal die Titel des Albums mit Links zum Download von drei Liedern und weiteren Links zum Hören, Sehen und Informieren (auf http://keny-arkana.com/desobeissance/ gibt es zahlreiche Dokumente zu aktuellen sozialen Kämpfen auf französisch).

1- Désobéissance civile
2- Réveillez-vous
3- Heritage
4- On ne tue pas un esprit
5- Ordre mondial
6- La rue nous appartient
7- Les chemins du retour
8- Dieu créa l'homme
9- Terre mère n'est pas à vendre
10- Patcha mama
11- 5ème soleil

Vidéo : Keny Arkana - 5ème soleil live á Lyon

www.myspace.com/kenyarkana
kenyarkana13.skyrock.com
www.keny-arkana.com

7. April 2008

Désobéissance

Aujourd'hui, c'est la sortie du nouvel album de Keny Arkana. Voici des infos de mahokayacan.free.fr.
Après «Entre ciment et belle étoile», Keny Arkana continue le combat avec «Désobéissance». Composé de 9 nouveaux titres résolument politiques réaffirmant sa vision de la citoyenneté et de la désobéissance civile face à certaines décisions politiques du moment, cet opus thématique voit Keny continuer à affirmer sa richesse musicale et son originalité avec un titre imposant et novateur de 7 minutes : «5ème soleil», et des brûlots hip-hop comme «Réveillez-vous» !


Tracklist :
1- Désobéissance civile
2- Réveillez-vous
3- Heritage
4- On ne tue pas un esprit
5- Ordre mondial
6- La rue nous appartient
7- Les chemins du retour
8- Dieu créa l'homme
9- Terre mère n'est pas à vendre
10- Patcha mama
11- 5ème soleil

Vidéo : Keny Arkana - 5ème soleil live á Lyon

www.myspace.com/kenyarkana
kenyarkana13.skyrock.com
www.keny-arkana.com

5. April 2008

Banksy in Palestine


The following news clip covers Banksy, the subversive and politically controversial grafitti artist, bombing the wall segregating the Palestinian Westbank from Israel. On youtube you can also find the original footage.
A gallery of the Guardian shows seven of the nine grafittis you can see in the clip, for instance the one on the right.




4. April 2008

LobbyControl: Frühjahrsputz jetzt !

Laut eines aktuellen Berichts des Bundesrechnungshofs waren in den vergangenen Jahren etwa 300 sogenannte "externe Mitarbeiter" - von Unternehmen oder Verbänden bezahlte MitarbeiterInnen - in den Bundesministerien tätig. Entsprechend viel Aufmerksamkeit bekam die LobbyControl-Aktion am Freitag morgen vor dem Bundestag.
Mit Kehrbesen und Schaufel rückten AktivistInnen von LobbyControl an, um gegen Lobbyisten in den Ministerien zu protestieren. In einer symbolischen Aktion schüttelten die Aktivisten drei aus Pappen nachgebaute Ministerien und beförderten so die Logos von Großkonzernen und Verbänden zum Vorschein, die Lobbyisten in den Ministerien platziert hatten. Eine den Bundestag darstellende Person kehrte schließlich die Firmenlogos hinter eine symbolische "Bannmeile" für Lobbyisten.

Hier ein Bild von der Aktion. Einen Bericht und weitere Bilder gibt es hier.

www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de

Die Frankfurter Rundschau berichtet im Zusammenhang mit dem Bericht aktuell mit mehreren Artikeln über Lobbyismus, lässt auch LobbyControl zu Wort kommen und verlinkt sogar zur Aktionsseite von LobbyControl.
 
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